Arbeitspaket 2: Vulnerabilitätsübersicht und Warn- und Katastrophenmanagement

Leitung: Hansestadt Lübeck / Entsorgungsbetriebe Lübeck / Feuerwehr

In diesem Arbeitspaket wird eine Übersicht der Nutzungen und Naturgüter, die empfindlich gegenüber Hochwasser sind, im Kartenformat zusammengestellt: Auf gesamtstädtischer Ebene wird ein vereinfachter und auf der Ebene der Pilot-Einzugsgebiete (Arbeitspaket 3) ein detaillierter Ansatz gewählt. Dieses dient später als Grundlage für das GIS-gestützte Warnsystem und für das Planungswerkzeug.

Insgesamt wird der Zusammenhang zwischen Niederschlagsmenge, Topografie, Flächenfunktionen, Infrastruktur, sozialen Daten und Umweltfachdaten ermittelt und die daraus resultierenden Gefahren abgeleitet. Neben Fachdaten für die Entwässerung (z.B. Oberflächenbefestigungen oder Versickerungseigenschaften der Böden) werden insbesondere Daten zur kritischen Infrastruktur (z.B. Lagerung wassergefährdender Stoffe oder Energieversorgungseinrichtungen), Daten zur Sozialstruktur (z.B. Pflegeeinrichtungen oder KiTas) und umweltbezogene Fachdaten (z.B. Altlasten oder Grundwasserbrunnen) zusammengestellt und auf ihre Gefährdung bei Starkregen untersucht. Dabei können die betrachteten Elemente entweder Ausgangspunkt einer Gefahr sein (z.B. ein auslaufender Gefahrstoff) oder Schaden erleiden (z.B. ein vollgelaufener Keller).

Für die kommunale Planung werden Aspekte herausgearbeitet, die für die Flächenzuweisung im Rahmen des Flächennutzungsplanes und Vorgaben im Rahmen von Bebauungsplänen genutzt werden können. Im Warnwerkzeug (Arbeitspaket 5) wird dann die aktuelle Situation bezüglich des Niederschlages über diese Karte überlagert und webgestützt im GIS dargestellt. Welche Aspekte bereits auf der Ebene der Vulnerabilitätsübersicht berücksichtigt werden und welche erst in der Detailuntersuchung ermittelt werden, soll im Projekt erörtert und auf Plausibilität geprüft werden.

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