Arbeitspaket 5: GIS-gestützter Werkzeugkasten für Planung und Warnung

Leitung: hydro & meteo GmbH & Co. KG

Die Analyse der unterschiedlichen Erkenntnisse aus den Gebieten wird genutzt, um eine einheitliche und vereinfachte Verfahrensweise vorzuschlagen, die Regenvorhersagen und Maßnahmen für den städtischen Überflutungsschutz sinnvoll und nutzbringend verbindet. Ergebnisse sind unter anderem für jedes Gebiet

  • die Erkenntnis, in welcher Weise sich im betrachteten Gebiet das Starkregenrisiko verändern kann,
  • welche Bereiche des Gebietes wie stark betroffen sind und
  • welche Maßnahmen sinnvoll zur Verringerung des Risikos getroffen werden können.

Arbeitspaket 5.1: Planungswerkzeug mit Entscheidungshilfemodul

Das Planungswerkzeug ermöglicht es, die Auswirkungen von vorher berechneten Maßnahmen zum Überflutungsschutz auf einer entsprechenden Karte darzustellen und mit Fachleuten, Bürgern oder anderen Betroffenen zu erörtern. Mit Hilfe des Modells SIMACLIM können auch die für die jeweiligen (Interessen-)Gruppen akzeptablen Lösungsmöglichkeiten herausgefunden und begründet werden. Das betrachtete Gebiet und die Maßnahmen werden dabei so formuliert, dass auch nicht in Zahlen fassbare und nicht finanzielle Werte einfließen. Zum Beispiel kann die Angst der Betroffenen vor Schäden für Personen oder Hab und Gut eine wichtige Rolle spielen. Hierdurch werden die Transparenz bei der Entscheidungsfindung und Lösungen auf einer breiten Basis von Entscheidern und Bevölkerung entwickelt und so die Qualität des städtischen Risikomanagements deutlich erhöht.

Arbeitspaket 5.2: Warnwerkzeug

Das Warnwerkzeug kombiniert die Informationen aus aktuellen Radar-Niederschlagsmessungen und Kurzzeitvorhersagen mit den erstellten Vulnerabilitätskarten. Da Vorhersagen immer mit Unsicherheiten verknüpft sind, werden mehrere mögliche Vorhersagen (Ensembles) erstellt und hieraus die Gefährdung einzelner Bereiche in der Stadt Lübeck abgeleitet.

Das Ergebnis wird als Warnung über Email bzw. SMS verschickt und steht den Projektpartnern im Internet auf dem RainAhead-Onlinesystem als Karte zur Verfügung. Zusätzlich werden konkrete Aktionen für die betroffenen Stellen (Feuerwehr, EBL, etc.) vorgeschlagen, so dass die Einsatzleitung kurzfristiger, präziser und besser abgesichert entscheiden kann.

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